Die heiligen Bäume des Paradieses

#1 von Wir sind Das Demos und Die Demos , 21.08.2015 13:32

Hier ein Video von einem im Zoo eingesperrten Prachtleierschwanz (Lyrebird):
Lyrebird Video

Der Prachtleierschwanz sei wohl das einzige Tier, welches in seinem Gesang die Geräusche des Verschwindens des eigenen Lebensraums integriert habe... In anderen Videos ahmt er zum Beispiel auch die Geräusche von Motorkettensägen nach.

Da Peter als eventuell angehender Agnostiker :D mal wieder etwas von mir lesen wollte, poste ich es einfach noch mal hier, da dieser Vogel einige Gedanken in mir wieder erweckt und mich zu diesem Text inspiriert hat ...

Wenn man die Schöpfungsgeschichten um Eva und Adam kennt – die ja auch schnell gelesen ist - kann man im folgenden Text - wenn man möglichst unvoreingenommen ist - vielleicht eine kleine Wahrheit für sich finden …

Um sich ein wenig locker zu machen - Wenn es so etwas wie Gott gibt, warum sollte es Gott in seiner allumfassenden und also kosmischen Intelligenz nicht möglich gewesen sein, vor ca. 6000 Jahren eine Welt erschaffen zu haben, in der man mehrere Hundert Millionen Jahre alte Fossile finden kann… :-D

Was können wir schon wissen …?

Dieser Vogel im Video und viele andere Vogelarten sind der Beweis, dass diese die verschiedenartigen Klänge aus ihrer Umwelt in etwa genauso als Klang wahrnehmen, abspeichern und reproduzieren können wie Menschen ….


Warum hat der Mensch nur so ein großes, komplexes Gehirn? Denn andere Tiere können auch hassen und sind fähig zu verschiedenen Emotionen oder verstehen verschiedene Gesten beziehungsweise können sie durch Beobachtung und mit Erfahrung menschliche Gesichter zuordnen und können auch über große Distanzen, auf verschiedene Art und Weise miteinander kommunizieren...


Ist es eine Strategie Gottes bzw. der Natur, um andere Individuen in einer Art Selbstsucht am effektivsten beherrschen und sich und andere darin mit allen möglichen Grausamkeiten und Strafen selbst verbessern zu können, bis man nur noch selber beziehungsweise in einer selbstbegrenzenden Nichtnutzung der gegebenen kognitiven Fähigkeiten als Herrscher übrig bleibt oder auf ewig in Selbstzwang und Demut ausharrt? Oder ist es eine Strategie, um in sinnlicher Selbsterkenntnis im Einklang mit dem Kosmos leben zu können oder leben zu dürfen?


Wenn es ein Paradies gibt – werden wir dort wie hier weiter hassen, weiter hetzen, weiter missgünstig, egoistisch und unbarmherzig sein und in Blindheit voreinander in Liebe zu und neben Gott mit Hass und Spott auf hominide, verstandslose Geschöpfe hinunter schauen, die uns nicht angemessen anbeten und obwohl wir nicht schwerhörig oder schwer von Begriff sind, uns jeden Tag milliardenfach dasselbe betteln, beten und flehen anhören?


Wie lange wollen wir Gott noch damit quälen oder empfindet Gott Freude und Befriedigung dabei, dem quälenden, höllischen Treiben auf Erden so lange zuzuschauen, bis er seine hominiden Geschöpfe dazu gebracht hat nur ihn selber anzubeten?


Gefällt es Gott - in seiner Unfähigkeit sich ausschließlich sich selber anbetende Hominiden zu erschaffen - diejenigen die ihn nicht anbeten auf ewig mit aller vorstellbaren und unvorstellbaren sadistischen Phantasie quälen zu lassen?


Was ist das für ein selbstgefälliges Paradies, wo neben dem angeblichen Paradies andere Geschöpfe Gottes, in einer angeblich anderen Hölle auf ewig gequält werden? Ist das Paradies dann nicht auch nur ein anderes Gefängnis unter Gottes Gnaden oder verlieren wir dort unseren Verstand und unsere Empathie?


Liebt Gott einen Propheten mehr als den anderen und warum hat Gott dann mehr Liebe für den einen als für den anderen, obwohl sie alle gemeinsam im Paradies sind?


Wird Gott uns den Baum des Lebens zeigen, der doch hier auf der Erde, im alten Paradies stand und von dem die ersten Menschen nie gegessen hatten und also von sich aus nicht unsterblich waren?


Warum existierte der Baum des Lebens dann überhaupt?


Wusste Gott in seinem Allwissen etwa nicht, dass die ersten Menschen die Entscheidung vom Baum der Erkenntnis zu essen treffen würden, obwohl Gott diese Menschen in seiner Allmacht doch mit allen Konsequenzen, in einer einzigartigen Voraussicht, nach seinem Ebenbild geschaffen hatte?


Die Erde befindet sich doch bereits im Himmel (Kosmos), wir alle sind doch schon im Himmel und heute ist doch immer heute, solange wir leben, auch wenn man die Sonne des Nachts nicht sieht, scheint sie doch, auch wenn wir schlafen, leben wir doch.


Wann werden wir das neue und endgültige Paradies der Fülle erschließen können? Denn die ersten Menschen, die ohne Erkenntnis waren, wussten in ihrem Mangel doch vorher nicht, dass sie schon im Paradies waren und auf dieser von Gott geschaffenen Erde im Himmel, mit der allumgebenen, unerkannten Pracht lebten.


Wird Gott erst im Paradies unser Lehrer sein und uns dort die Dinge lehren die gut und schlecht sind, obwohl wir doch im Paradies vom Baum der Erkenntnis gegessen haben?


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zuletzt bearbeitet 21.08.2015 | Top

RE: Die heiligen Bäume des Paradieses

#2 von Wir sind Das Demos und Die Demos , 24.08.2015 10:47

Da die Essenz des Textes nicht für alle sofort begreifbar sein wird, baue ich das hier Geschriebene, für mehr Verständnis noch ein wenig aus, lasse hier aber immer noch geistigen Spielraum offen …

Warum erschafft beziehungsweise erschuf Gott? Um sich selber anbetende, hominide Sklaven in das Paradies zu holen oder nicht doch um Wesen zu erschaffen, mit denen Gott nach seinem Abbild gleichwertig glücklich sein kann? Denn Gott scheint einsam zu sein, sonst würde Gott nicht erschaffen, wenn es schon eine Fülle und also nicht nur allmächtige Einsamkeit mit sich selber gäbe. Gott scheint es mit sich und also mit uns so ausgemacht zu haben …

Eva und Adam haben im Paradies zudem nicht gebetet, da sie ja schon im Paradies waren, sie es aber aufgrund der fehlenden Erkenntnis nicht wussten und sie zwar wie Gott waren, aber eben noch „Neugeborene“ ohne Erkenntnis.

Was soll das außerdem für ein Paradies sein, wo es keine Erkenntnis gibt und man also gar nicht weiß, dass man im Paradies ist? Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens standen also im Paradies auf diesem Planeten Erde und Gott hatte die Schlange aus dem Wissen hervor gebracht, dass es das schlauste Wesen wird und da Gott die Zukunft und Vergangenheit von allem kennt, wusste Gott auch, dass Eva und Adam den angeblichen Sündenfall tun würden. Eva und Adam haben aber keinen Schwur geleistet, nicht davon zu essen, außerdem konnten sie ohne Erkenntnis nicht wissen, was ein angebliches Verbot oder was das Sterben ist. Gott wusste das auch und es ist nur das Wort, das wir heute hören sollten, um zu Erkenntnis im Paradies kommen zu können.

Was soll das außerdem für ein zukünftiges Paradies sein, wo es Verbote für im Verstande reife Wesen gibt und man beherrscht wird?

Der Baum des Lebens stand also für die kommende Zukunft als Sinnbild da und war nicht direkt für Eva und Adam bestimmt, da sie außerdem zumindest im Geiste unsterblich sind.

Die heutige Zeit ist also immer noch eine logische Folge des angeblichen Sündenfalls, da wir immer noch in diesem Paradies auf Erden sind, dass wegen dem Essens vom Baum der Erkenntnis zur Hölle verwandelt wurde, um gelehrt zu bekommen was gut und was schlecht ist, da das alte Paradies eben noch kein Paradies der Fülle und damit nicht perfekt war und ein wahres Paradies eben auch vollständige Erkenntnis voraussetzt. Oder warum forschen wir? Warum denken wir?

Wenn wir selber eine Maschine bauen, stecken dort alle Fehler, alle Wege und Gedanken drin, die diese Maschine werden lassen hat, die wir durch und durch verstehen beziehungsweise wo wir die Grundlage dafür haben, diese in ihren noch unerklärlichen, kosmischen Tiefen irgendwann voll und ganz verstehen zu können. Bekommen wir eine Maschine vorgesetzt, wissen wir zwar was die Maschine macht, aber nicht wie und warum sie funktioniert. So ist es auch mit allen anderen Lehren im Leben. WIR müssen sie durchleben und erleben, um durch Erfahrung mit der Wahrheit eins zu werden und nicht nur um seelenlose Datenträger ohne Erkenntnis zu sein.

Man kann nicht wissen was gut ist, wenn man nicht weiß was schlecht ist. Man kann also auch nicht wissen was Wahrheit ist, wenn man nicht weiß was Lüge ist. Es gab im Paradies also keinen Sündenfall in dem Sinne, sondern es wurde von den Exegeten als Sünde interpretiert, da selbst diese und alle anderen Exegesen und die Kausalitäten immer noch die Konsequenz des angeblichen Sündenfalls sind, um im Paradies selber, als paradiesisches (!) Ereignis zu lernen was gut und was schlecht ist. Denn es heißt: […] denn an diesem Tag ruhte Gott, NACHDEM er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte. Aber was macht Gott denn bitte jetzt? Ruhen? Uns sich selber überlassen? Warum gab es dann Jesus, Mohammed und all die anderen Propheten, wenn Gott angeblich schon ruht und uns nur die Hölle auf Erden gelassen hat?

Was bedeutet denn Schöpfung? – Was ist die Schöpfung? Bis zur Schöpfung Eva und Adam und des alten Paradieses waren doch erst sechs volle Tage vergangen und es wurde am sechsten Tag Abend UND wieder Morgen (Beginn des siebten Tag) und die Schöpfung ist doch offensichtlich noch nicht mit dem Paradies des Mangels beendet worden, dass vor circa 6000 Jahren erschaffen wurde, denn der siebte Tag ist wohl heute (das angedeutete Morgen nach dem sechsten Tag in der Schöpfungsgeschichte), der aber schon in der Zukunft zu Ende ist und Gott ruhte erst danach, am Ende des siebten Tages beziehungsweise am Beginn des achten Tages, der die Ewigkeit und das geschaffene Paradies in der Zukunft bedeutet ...

Ein einfaches Wort ändert unsere Sichtweise hin zur Wahrheit, denn es wurde nirgends erwähnt, was denn nun konkret am siebten Tag geschieht, außer das Gott angeblich ruht (schläft Gott?), nachdem Gott sein Werk vollendet hatte. Das Werk war aber nach dem sechsten Tag noch nicht zu Ende, da es wie schon angedeutet in der Schöpfungsgeschichte heißt: „ Es wurde Abend UND wieder morgen“, sondern es war der Beginn der Hölle auf Erden im Paradies und nicht die vollendete Erschaffung des wahren Paradieses, das noch kommen wird und schon in der Zukunft fertig ist.

Es müsste mit dem Wort „nach“ für die heutige Auslegung korrekt heißen:
So entstanden Himmel und Erde mit allem, was lebt.
NACH dem [Ende des] siebten Tag (das vorenthaltene Heute) hatte Gott sein Werk vollendet (Welches Werk? Die jetzige Hölle, oder das Paradies des Mangels?) und ruhte von aller seiner Arbeit aus.
Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag, der ihm gehört (wem gehören die anderen Tage? Dem Bösen? Der Erkenntnislosigkeit?), denn NACH diesem Tag (also am achten Tag der Ewigkeit) ruhte Gott, NACHDEM er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte (dem wahren Paradies mit Erkenntnis, aus der Folge, dass wir im Paradies vom Baum der Erkenntnis gegessen haben und dann als paradiesisches Ereignis erkennen was gut und was schlecht ist, um dann in voller Erkenntnis, mit freiem Willen, die Wahl treffen zu können, ob wir auch vom Baum des Lebens essen wollen).

Falsche Exegesen und Fehler in den Schriften sind nicht immanent falsch, sondern Teil des Schöpfungs- und Lehrplans. Es hätte ja auch gleich alles richtig in den verschiedenen Schriften drin stehen können (wie wöllte Gott uns dann aber mit welchen Lehrmethoden belehren, die zudem alle aufeinander aufbauen?) und Gott hätte uns auch allwissend schaffen können. Und selbst wenn Gott uns an einem irdischen Tag allwissend geschaffen hätte, wären wir nur seelenlose Datenträger - als hätten wir ein Buch in einer fremden Sprache auswendig gelernt. Es wäre ein Einfaches für Gott gewesen, sich selbstanbetende, allwissende „Roboter“ zu schaffen! Was will Gott, obwohl Gott doch einsam gewesen zu sein scheint, bitte mit einer sich anbetenden, wandelnden Bibliothek? Gott weiß alles selber! Gott hat die Welt ja für unser Verständnis auch nicht in einem Bruchteil einer Sekunde geschaffen, da es mathematisch nicht möglich scheint, denn Gott selber ist Mathematik.

Im Koran heißt es zudem mehrfach, dass ein Tag bei Gott nach menschlicher Berechnung 1000 Jahre lang sei. So ist die Welt also nicht nur 6000 Jahre alt, sondern tatsächlich ist die Welt ab Eva und Adam heute circa 6000 Jahre alt und für jeden Tag der Schöpfung 1000 Jahre hinzu gerechnet, kommen noch 6000 Jahre dazu und die Welt (Kosmos) ist seit der Erschaffung mit dem ersten Tag also circa 12000 Jahre alt.

Als das alte Paradies, (das Fundament des wahren Paradieses) fertig war, wurden nun noch mal die 6000 Jahre der [sechstage] Schöpfung von Beginn der Schöpfung des Kosmos als eine Art heiligende Verbindung zu den vorangegangen 6000 Jahren integriert (die sechstage Schöpfung spiegelt sich also in sich selber wieder und scheint eine Brücke zum siebten Tag zu sein), sodass das sogenannte „Tausendjährige Reich“, dass der siebte Tag ist, sehr bald anbrechen könnte oder schon angebrochen ist, bis die Schöpfung am Ende des „Tausendjährigen Reiches“ fertig ist und wir beziehungsweise Gott im Paradies der Ewigkeit und Ordnung, in der spirituellen Realität ruhen können. Es muss sich aber in diesem Sinne nicht mehr ausgeruht werden, um zum Beispiel neue Kraft zu schöpfen, da es dann kein weiteres Schöpfungswerk in diesem Sinne mehr geben wird, sondern die Schöpfung wird an diesem Punkt [am sinnbildlichen achten Tag der Ewigkeit] beendet sein.

Diese Exegese deckt sich auch mit dem Zoroastrismus, wo von einer zwölftausendjährigen Zeit von Anbeginn in einer Periode gesprochen wird, bis die Erlösung kommt. Außerdem wird von einer Zeit in den 12000 Jahren gesprochen, wo nach 6000 Jahren, ein 6000 Jahre währender Kampf „Gut gegen Böse (Schlecht)“ stattfinden wird.

Wo ist außerdem die Barmherzigkeit Gottes, Eva und Adam für etwas zu bestrafen, das Gott ja schon weiß, da Gott ja auch die Schlange geschaffen hatte? Das ist ein Widerspruch, dass Gott in seiner Allwissenheit angeblich wegschaut und die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit von allem kennt und dann wieder hinschaut und seine eigene Schöpfung bestraft. Oder soll das hier ein Spiel sein?

Sind wir also seine Spielfiguren? Nein! Der Koran beziehungsweise Gott sagt in Sure 21.16-17: „Wir haben die Himmel und die Erde und was dazwischen ist nicht zum Spiel geschaffen. Wollten wir uns einen Zeitvertreib schaffen, hätten Wir dies von Uns Selbst aus getan, wenn Wir es überhaupt gewollt hätten.“

Es gibt also - wie Gott durchblicken lässt - einen für uns begreifbaren Grund warum er erschafft und dieser lautete zumindest zu seinerzeit sehr geheimnisvoll: „Nicht zum Zeitvertreib!“! Hätte Gott sich anbetende Sklaven schaffen wollen, hätte er sie sich ohne Probleme geschaffen. Wäre er damit aber, in seiner ständigen Omnipotenz ewig glücklich gewesen, ohne Wesen um sich beziehungsweise in sich zu haben, die gleichwertig wie Gott sind und die sich in dieser Selbsterkenntnis, in der selbstlosen Auflösung Gottes in Gott, für die Ewigkeit in spiritueller Realität verbinden? Das Ich verlöscht und das Wir wurde geboren, dass in diesem Bewusstsein eine spirituelle Einheit bildet.

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RE: Die heiligen Bäume des Paradieses

#3 von ped43z , 02.09.2015 18:47

Wenn ich nun ja vielleicht tatsächlich ein Agnostiker bin, kann ich daran glauben, dass es eine ordnende Hand, die uns erreicht, nicht gibt?

In einem anderen Thread mit Dir hatte ich mich auf eine Szene aus "Per Anhalter durch die Galaxis" bezogen, in der Riesen mit Murmeln spielen.

Wenn jede dieser Murmeln ein Universum darstellt, größer noch als das uns bekannte - und ich meine das gar nicht sarkastisch, nicht mal ironisch, sondern versuche nur ein sichtbar machendes Vehikel anzuwenden, so hätte doch der Riese keinen wirklichen Zugriff auf dieses für uns so unfassbar große, für ihn lächerlich kleine Ding, dessen unendliche Komplexität er niemals erfassen - und noch wichtiger, auch niemals wirklich beeinflussen kann. Der Zerstörung dessen ist er immer fähig, so wir Menschen das auch mit den kleinen Dingen tuen.

Vielleicht ist ja der Riese ein sehr intelligentes Wesen, womit er seine Grenzen erkennt und einfach die Murmeln achtet, achtet als Teil dessen was er selbst darstellt. Die Murmeln selbst sind eigentlich sehr stabil, in ihrer von außen so ruhenden Struktur herrscht aber eine unendliche Dynamik und Chaotik, ein pausenloses vielfältiges Wechselwirken, welches die Dimension des Riesen nie erfassen kann.

Vielleicht, Demo´s glaubst Du an einen ordnenden Weltgeist als Gott, ich glaube an einen oder auch viele maximal unordnende Weltgeister, wie die Riesen. Und natürlich kann man die Riesen auch als Spaghetti-Monster bezeichnen. Wenn es sie gibt, sehen sie aber wohl doch ganz anders aus.

Die Weltgeister sollen bitte den Eimer mit den Murmeln schön lange stehen lassen, damit wir unser Menschen-Experiment vielleicht doch noch eine Weile weiterführen können. Letztlich wissen sie nichts von uns, sie ahnen nur, dass es in diesem Miniaturkosmos der Murmel vielleicht so etwas geben könnte, denn sie sind vielleicht kluge Riesen (das wäre unser Glück) - und lassen die Hände von uns.

Wann immer auch ein Wesen ordnend über die Geschicke unseres Kosmos wachen mag, körperlich oder als Geist den Raum durchdringend, sehe ich es als eines des Größenwahnsinn´s bemächtigten und möchte fast sagen - Gnade uns G... - ne, muss sagen, Gnade uns die Riesen.

Kannst Du meine Intention nachvollziehen - habe ich die Deine verstanden?

Herzliche Grüße
Peter


>>> So wir zu unserem ganz persönlichen kleinen Frieden streben, so sind wir auch in der Lage den Frieden weiter zu geben. <<<
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RE: Die heiligen Bäume des Paradieses

#4 von Ich75 ( Gast ) , 19.07.2016 07:47

Fragen zu zwei Themenblöcken

Kann Gott etwas erschaffen, was nicht zu seinem Zeitvertreib ist, wenn er denn schon allwissend wäre und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt? Aus welchem Grund sollte er sonst schaffen? Oder ist Gott doch nicht allwissend und wandelt selbst zwar als höhere Macht, aber immer noch auf dem Pfad er Erkenntnis? Sind wir dann für ihn ein Experiment um die Entwicklung einer Welt zu studieren?

Wir haben alle Schlüssel in unsere Hand bekommen. Wandeln wir weiter auf dem Pfad der Erkenntnis und der Wissenschaft, werden wir selbst eines Tages mehr oder weniger Unsterblich sein. Außerdem wenn wir eines Tages die Erde verlassen in unserem Sonnensystem und noch weiter weg wohnen, werden wir von einer verschwenderischen Fülle umgeben sein, die wir wohl nie aufbrauchen können. Zusätzlich werden wir über Technologien verfügen, die durch eine Kreislaufwirtschaft diese verschwenderische Fülle nun minimal nutzen wird. Alle Ressourcen die wir brauchen Energie, Eisen, Wasser... gibt es im All in unvorstellbar großen Mengen. Schon unser Sonnensystem ist nach menschlichem Ermessen mehr als reichhaltig damit überfüllt. Nur die Erde ist begrenzend. Ist die Geschichte von Adam und Eva und vom Paradies vielleicht nur eine Metapher? Die Erkenntnis hat uns auf unseren Weg gebracht. Die Begrenztheit des Planeten lässt uns leiden. Unser Blick der Erkenntnis richtet sich von der Erde weg und wir sehen die Fülle, können sie aber nicht begreifen und nicht erfassen. Es gibt viele die Raumfahrt als sinnlose Ressourcenverschwendung betrachten, weil wir auf der Erde genug andere Probleme haben. Schaffen wir uns auf die Art unsere eigene Hölle? Ist vielleicht der Weg der Erkenntnis der Weg zu den Gaben die so reichlich vor unseren Augen liegen? Wenn wir erkannt haben, das allles überreichlich vorhanden ist, den Weg gefunden haben es zu nutzen, schaffen wir uns nicht selbst das Paradies? Warum sollte uns, wenn uns Gott erschaffen hat, diese Schlüssel zur Unsterblichkeit und vollständigen Bedürfnisbefriedigung (materiell wie spirituell) in die Hand geben, wenn er diesen Weg nicht vorgesehen hat?

Ich75

   

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