Die Regeln der Mahnwache - auch als Gedicht

#1 von Nathanael , 08.10.2015 06:49

Da ich mich bereit erklärt habe, die Einführungsrede zu halten, wollte ich es gerne auf meine Art tun. Denn so wie Ihr es immer hin bekommt, würde ich scheitern.

Ich habe sozusagen meine eigene Einführungsrede geschrieben, möchte aber auf diesem Weg meine Worte zu Verfügung stellen. Zum einen, damit Ihr mir sagen könnt, ob ich noch was vergessen habe und zum anderen, würde ich mich freuen, wenn jemand diese Form an einen anderen Tag auch benutzen möchte. Ich würde mich freuen, aber es ist auch kein Muss.


Warum wir hier stehen!

Anlass war die wirklich miese
Berichterstattung zur Ukraine Krise.

Was uns damals berichtet wurde,
verschlug uns einfach nur die Worte.

Die Ohnmacht spornte uns dann an
und so fanden wir zusammen.

Wir entwickelten ein Diskussionsformat,
wo jeder von uns seinen Anteil hat.

Gemeinsam, miteinander für den Frieden.
Ein großes Ziel, doch die Gedanken sehr verschieden.

Wir sind Menschen, die den Dialog hier pflegen,
konstruktiv, herrschaftsfrei, gewaltlos eben.

So stehen wir schon lange hier
und unsere Regeln erklär ich dir!

Ein jeder Mensch ist hier willkommen,
wird respektiert und mitgenommen.

Doch sollte jeder Mensch verstehen,
als Mensch für sich allein zu stehen.

Denn dieser Ort ist werbefrei.
Weder Verein, Organisation noch Partei.

Beim freien Mikro darf ein jeder reden,
uns so sein Weltbild wiedergeben.

Die Redezeit sind sieben Minuten,
also sollte jeder dann versuchen,

diese Zeit nicht zu sehr zu überziehen,
denn andere Redner folgen ihm.

Wer hier spricht, der soll bedenken,
nur sein Herz soll Worte schenken.

Rassismus und Verachtung haben keinen Platz,
also überlege vor dem gesprochenen Satz,

Sexismus und auch Menschenfeindlichkeit,
wollen wir hier nicht, denn wir sind es leid.

Begegnet Euch mit Achtung, Respekt und Würde,
verschiedenen Wahrheiten werden so dann keine Hürde.

Das Maß der Wahrheit, ist sehr schwer zu messen,
niemand hier hat die Wahrheit mit Löffeln gefressen.

Versucht im Anderen einen Mensch zu erkennen,
nicht im Verbalgewitter aneinander vorbei zu rennen.

Und falls dir eine Rede nicht gefällt,
du die Möglichkeit erhältst,

dies mit einer roten Karte anzuzeigen
und in einer Gegenrede aufzuzeigen,

was dir nicht gefallen hat.
Was war falsch, was war zu platt?

Sollte die Hälfte hier die rote Karte heben,
muss der Redner das Mikro dann bei Seite legen.

Sollte dies bei einem Redner drei mal passieren,
muss er Pause machen, darüber reflektieren.

Wir bitten Euch auch, darauf zu verzichten,
Nikotin, Alkohol und Drogen in Massen zu vernichten.

Für zwei Stunden, so denken wir,
kannst du verzichten auf dein Bier.

Auch Vermummung wollen wir hier nicht,
wir sind Menschen mit Gesicht.

Werft am Ende bitte euren Müll in den Korb,
denn das hier ist ein sauberer Ort.

Nun bleibt mir nur noch eins zu sagen,
viel Spaß an diesem Montag Abend!


Herzliche Grüße
Nathanael


 
Nathanael
Beiträge: 179
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zuletzt bearbeitet 19.12.2015 | Top

Die Regeln der Mahnwache

#2 von ped43z , 18.10.2015 12:07

Wir verstehen uns als Diskussionsplattform zur Behandlung jeglicher Thematiken rund um den Frieden. Während der Auslöser für unsere Demonstrationen die Ukrainekrise und die damit verbundene (von vielen als einseitig wahrgenommene) Berichterstattung der etablierten Deutschen Presse war, sprechen wir mittlerweile über alles, was in unseren Augen einen Bezug zu einer friedlicheren Welt hat. Von der Analyse geostrategischer Konflikte über Themen des alltäglichen Zusammenlebens und Konsumierens bis hin zu philosophischen Fragestellungen sind wir für ein breites Themenspektrum offen.

Wir haben ein offenes Mikrofon an dem jeder reden kann, der sich an ein paar grundlegende Regeln hält (siehe unten). Unser Ziel ist es, in Dresden eine regelmäßige Plattform für sachlichen, respektvollen und möglichst unideologischen Diskurs zu schaffen! Viele Debatten zu gesellschaftlich-politischen Themen laufen heutzutage innerhalb von Gräben in den Köpfen ab. Man lässt sich auf das Argument des Anderen kaum ein, weil dadurch ja das eigene Weltbild bedroht wird und an dem eigenen Weltbild auch immer ein Stück weit die eigene Identität daran hängt. Von diesen Ego-Mechanismen wollen wir wegkommen. Wir möchten lernen, an Themen unvoreingenommen und stets offen heranzugehen, möchten uns austauschen und gemeinsam konstruktive Wege für eine bessere Welt beschreiten.

Da bei uns grundsätzlich jeder sprechen kann, haben wir einen simplen Regelungsmechanismus eingebaut: Jeder Besucher der Mahnwache kann sich eine “rote Karte” nehmen. Wenn man diese bei einem Redebeitrag hochhält, heißt das, dass man mit dem Beitrag oder einer Aussage darin nicht einverstanden ist. Nach der Rede hat man dann die Möglichkeit zu Gegenrede bzw. Kritik. So entsteht auch oftmals eine lebendige Diskussion am Mikrofon. Wenn mehr als die Hälfte der Anwesenden rote Karten hochhalten, kann ein Redebeitrag auch abgebrochen werden.

Dadurch versuchen wir auch ein uns wichtiges Prinzip umzusetzen: Aktivität statt Passivität! Wir alle können lernen, uns selbst zu aktivieren, uns nicht nur über dieses und jenes aufzuregen, sondern selbst die Initiative zu ergreifen! Die Mahnwache ist kein Platz zum reinen “Konsumieren”. Es geht nicht darum, sich von Reden berieseln zu lassen, die das eigene Weltbild füttern, sondern um kritische und aktive Reflexion und Diskussion des Gesagten. Wir möchten gemeinsam erlernen, aus unserer Passivität auszubrechen und das uns allen innewohnende positive Potenzial zur Entfaltung zu bringen. Niemand muss Angst davor haben, von den Anwesenden aufgrund seiner Rede angefeindet oder ausgelacht zu werden! Wir alle haben klein angefangen und lernten Stück für Stück dazu … und sind dabei noch lange nicht am Ende. Das Leben besteht daraus zu lernen, ein positiver und fähiger Mensch zu sein – und genau diesem Prozess möchten wir Raum geben.


Regeln:

  • Keine menschenverachtenden oder gewaltverherrlichenden Beiträge.
  • Keine Werbung für Parteien/Organisationen/Vereine. Wir bitten euch, auf der Mahnwache eure Meinung als Mensch zu vertreten und euch nicht an die Ideologien politischer Gruppierungen zu klammern.
  • Keine Gewalt und Drogen. Bitte haltet auch Alkoholkonsum in Grenzen.
  • Gewaltfreie Kommunikation. Bitte kennzeichnet eure Meinung als eure Meinung und propagiert keine absoluten Wahrheiten, denn die hat niemand von uns. Wir möchten einen unideologischen Diskurs.
  • Bitte entsorgt am Ende euren Müll, da wir den Veranstaltungsort ordentlich wieder verlassen möchten.

Auf unseren Veranstaltungen ist keinerlei Platz für rassistische, faschistische oder sexistische Äußerungen! Wir behalten uns vor, Personen die solches oder anderweitig menschenverachtendes und gewaltverherrlichendes Gedankengut äußern, des Platzes zu verweisen.

Originaltext unter: https://mahnwache.wordpress.com/


>>> So wir zu unserem ganz persönlichen kleinen Frieden streben, so sind wir auch in der Lage den Frieden weiter zu geben. <<<
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RE: Die Regeln der Mahnwache

#3 von ped43z , 21.02.2016 19:27

Vor der Verlesung der Mahnwachen-Regeln ein paar erklärende Worte:
Wir verstehen uns als Diskussionsplattform zur Behandlung jeglicher Thematiken rund um den Frieden. Während der Auslöser für unsere Demonstrationen die Ukrainekrise und die damit verbundene (von vielen als einseitig wahrgenommene) Berichterstattung der etablierten Deutschen Presse war, sprechen wir mittlerweile über alles, was in unseren Augen einen Bezug zu einer friedlicheren Welt hat. Von der Analyse geostrategischer Konflikte über Themen des alltäglichen Zusammenlebens und Konsumierens bis hin zu philosophischen Fragestellungen sind wir für ein breites Themenspektrum offen.

Wir haben ein offenes Mikrofon an dem jeder reden kann, der sich an ein paar grundlegende Regeln hält (siehe unten). Unser Ziel ist es, in Dresden eine regelmäßige Plattform für sachlichen, respektvollen und möglichst unideologischen Diskurs zu schaffen!
Viele Debatten zu gesellschaftlich-politischen Themen laufen heutzutage innerhalb von Gräben in den Köpfen ab. Man lässt sich auf das Argument des Anderen kaum ein, weil dadurch ja das eigene Weltbild bedroht wird und an dem eigenen Weltbild auch immer ein Stück weit die eigene Identität hängt. Von diesen Ego-Mechanismen wollen wir wegkommen. Wir möchten lernen, an Themen unvoreingenommen und stets offen heranzugehen, möchten uns austauschen und gemeinsam konstruktive Wege für eine bessere Welt beschreiten.

Da bei uns grundsätzlich jeder sprechen kann, haben wir einen simplen Regelungsmechanismus eingebaut:
Jeder Besucher der Mahnwache kann sich eine “grün-rote Karte” nehmen. Wenn ihr diese bei einem Redebeitrag hochhaltet, zeigt ihr damit, dass ihr mit dem Beitrag oder einer Aussage darin nicht einverstanden seid. Nach der Rede habt ihr die Möglichkeit zu Gegenrede bzw. Kritik. So kann unter Umständen eine lebendige Diskussion entstehen. Wenn mehr als die Hälfte der Anwesenden rote Karten hochhalten, kann ein Redebeitrag auch abgebrochen werden.

Dadurch versuchen wir auch ein uns wichtiges Prinzip umzusetzen:
Aktivität statt Passivität! Wir alle können lernen, uns selbst zu aktivieren, uns nicht nur über dieses und jenes aufzuregen, sondern selbst die Initiative zu ergreifen! Die Mahnwache ist kein Platz zum reinen “Konsumieren”. Es geht nicht darum, sich von Reden berieseln zu lassen, die das eigene Weltbild füttern, sondern um kritische und aktive Reflexion und Diskussion des Gesagten. Wir möchten gemeinsam erlernen, aus unserer Passivität auszubrechen und das uns allen innewohnende positive Potenzial zur Entfaltung zu bringen. Niemand muss Angst davor haben, von den Anwesenden aufgrund seiner Rede angefeindet oder ausgelacht zu werden! Wir alle haben klein angefangen und lernten Stück für Stück dazu … und sind dabei noch lange nicht am Ende. Das Leben besteht daraus, zu lernen, ein positiver und fähiger Mensch zu sein – und genau diesem Prozess möchten wir Raum geben.


Hier nun die Regeln:

  • Keine menschenverachtenden oder Gewalt verherrlichenden Beiträge.
  • Keine Werbung für Parteien/Organisationen/Vereine. Wir bitten euch, auf der Mahnwache eure Meinung als Mensch zu vertreten und euch nicht an die Ideologien politischer Gruppierungen zu klammern.
  • Keine Gewalt und Drogen. Bitte haltet auch Alkoholkonsum in Grenzen.
  • Bitte kommuniziert gewaltfrei. Kennzeichnet eure Meinung als eure Meinung und propagiert keine absoluten Wahrheiten, denn die hat niemand von uns. Wir möchten einen unideologischen Diskurs.
  • Auf unseren Veranstaltungen ist keinerlei Platz für rassistische, faschistische oder sexistische Äußerungen! Wir behalten uns vor, Personen die solches oder anderweitig Menschen verachtendes und Gewalt verherrlichendes Gedankengut äußern, des Platzes zu verweisen.
  • Bitte entsorgt am Ende euren Müll, da wir den Veranstaltungsort ordentlich wieder verlassen möchten.


Originaltext unter: https://mahnwache.wordpress.com/


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