Bei allen Göttern!

#1 von Nathanael , 02.10.2015 01:48



Ich möchte diesen Thread nutzen, um kleine Geschichten über die verschiedensten Götter aufzuschreiben. Und vielleicht fühlen Menschen sich ermutigt, über diese Form uns den eigenen Gott nah zubringen. Und für alle anderen, dann seht es als "geilen Fantasie Scheiß"

Für mich ist Gott kein Thema mehr, denn Gott lässt mich zufrieden leben. Und da ich Beobachter und Geschichtenerzähler bin, beobachte ich eben und erzähle dann. Und die Geschichte die ich erzählen möchte, Spiegelt die Vielfalt der Götterwelt und hat dabei einen ganz realen Bezug. Ich selbst weiß nicht, warum ich Geschichten schreibe, aber ich weiß, dass ich einen Menschen sehen kann und oft Worte finde, die ihm helfen, Ausdrucksformen zu nutzen, die sie noch nicht wahrnehmen.

Mir selbst geht es nicht um Meinungen, denn jede Religion ist für mich im Grunde nichts als Meinung. Und wenn Religion als Machtinstrument genutzt wird, um Menschen an wahrhafter Verwirklichung, freier Entfaltung des Potenzials zu hindern. Mit meinen Geschichten tue ich nichts anderes, als meine Lebenswelt zu spiegeln. Und tief in mir fühle ich, dass Menschen die mich wachsen lassen und die authentisch sind, mit denen ich lachen und weinen kann, als Geschenk eine Geschichte bekommen, die diesem Mensch etwas bedeutet. Aber verstehen werde ich es nie.

Meine erste Geschichte in diesem Zyklus entnehme ich aus einem Buch, was ich mir schon vor vielen Jahren gekauft habe. Und obwohl ich diese Geschichte für den Menschen schreibe, mit dem ich heute gelacht und geweint habe, weiß ich, dass die Geschichte nicht wirklich nur für ihn ist. Es soll viel mehr ein Symbol sein, dass der Frieden mit Gott in jedem Menschen selbst liegt und jeder Mensch eine Nuance zwischen den Polen Gott / Nichtgott ist und seine Berechtigung hat, da jeder Teil der Metaphysik ist ;)

Viele Menschen suchen Gott, aber sie finden nur Ego, und erkennen es nicht. Viele Menschen die Ego tragen, handeln wie Gott, aber erkennen nicht die Metaphysik. Und dann gibt es Geschichtenerzähler.

Und die Geschichte die ich gleich erzählen möchte, habe ich heute in meinem Beobachtermodus wahrgenommen und es hat sich etwas sehr schönes Verknüpft. Ich durfte erkennen, dass Geduld etwas wunderbares ist, fühlt sich sehr warm an und das Wort Geduld zwar sehr tugendhaft klingt, aber im Handeln sehr schwer zu leben ist. Aber ich habe heute sehr schöne Musik gehört und durch diese ganze Situation, der Mensch den ich begegne, die Umgebung, die Reize, eben das Gesamtkunstwerk Leben in voller Pracht. Aber es zeigte mir auch wieder, dass in uns allen selbst das Ego tief verwurzelt ist. Ich selbst hatte eine sehr schöne Zeit und auch ich sah im Spiegel Mensch das selbe. Und nun versuche ich diesem Mensch eine Brücke zu bauen. Die eine Seite muss er selbst bauen, die andere Seite müssen andere bauen, aber ich bin Beobachter und kann vermitteln.

Ich musst in diesem Moment an ein Buch denken, was schon vor langer Zeit zu mir gekommen ist. Und in diesem Buch sind kleine Geschichten, Bilder und Beschreibungen zu hinduistischen und buddhistischen Gottheiten. Mein Frieden mit Gott heißt auch, seit diesem Buch begegne ich ziemlich oft Ganesha, egal ob es Jesus ist. Und als ich die Lebenswirklichkeit dieses Menschen fühlte, ist mir aber eine ganz andere Gottheit eingefallen. Und die damit verbunden Geschichte ist sehr universell, aber als Beobachter hat eine Leben mir wieder eine schöne Geschichte geschenkt und bietet mir nun die Möglichkeit, auf beiden Seiten der Brücke mit zu bauen. Denn ja, ich habe heute Vishnus Inkarnation als Eber im echten Leben wahrgenommen. Und nein, ich glaube nicht an Vishnu. Aber so kann ich einem Menschen dem manchmal die Ausdrucksformen fehlen, eine schwere Denkaufgabe geben und allen anderen Beobachtern ein Gefühl für eine total fremde Lebenswelt.

Und in meiner "bunte Knete Phantasie" begegnete ich im Grunde einen Gott, der selbst nicht wusste, dass er ein Gott ist. Das Bild was Ihr oben hoffentlich seht, ist eine total gute Imaginationshilfe für alle Fantasy Liebhaber ;)

Vishnus Inkarnation als Eber

Ein Zwillingspaar Dämonen, genannt Goldkissen und Goldauge, hatten durch die Gottheit Brahma die Unsterblichkeit zugesichert bekommen. Sie wussten seit dem, dass sie im Zweikampf unbesiegbar sind und wurden übermütig. Mit ihrer Allmacht überzogen sie die Erde mit brutaler Tyrannei und suchten ständig Streit.

Eines Tages ging Goldauge mit seiner Kampfkeule in der Hand in den Himmel und wollte die Götter herausfordern. Doch die Götter stellten sich ihm nicht und verbargen sich, denn sie wussten um seine Unbesiegbarkeit. Wütend sprang Goldauge in das Meer und tobte so wild, dass sich riesige Wellen auftürmten.

Daraufhin erschien Varuna, die Gottheit der Gewässer und gebot Einhalt. Goldauge wollte einen Zweikampf erzwingen, doch entzog sich Varuna geschickt dem Zweikampf, denn er sagte, nur Vishnu wäre eine ebenbürtiger Gegner.

Zu dieser Zeit lebte Vishnu in Gestalt eines Ebers. Und er befand sich in Naraka, der Unterwelt. Dort hatte der Eber die Erde auf seine Hauer genommen, um sie so aus der finsteren Tiefe wieder zum Licht empor zu heben.

Goldauge spottete über den Eber und überzog ihn Schmähreden. "Wirf sie ab, die Erde!" sagte der Dämon, "uns, den Dämonen hat der Schöpfer des Universums die Unsterblichkeit und Herrschaft über die Erde zugedacht. Warum sollte sonst die Erde in die Unterwelt gesunken sein?"

Der ebergestaltige Vishnu ließ sich aber nicht in seinem Handeln beirren. Er entstieg der Unterwelt und trug die vor Angst zitternde Erde empor an einen sicheren Ort. Goldauge folgte folgte dem Eber und in einer Versammlung aller Gottheiten und Dämonen, kam es zu einem erbitterten Zweikampf.

In diesem furchtbaren Kampf mit Keulen,stand es lange unentschieden, es ging hin und her. Denn der Eber hatte es schwer sich zur Wehr zu setzten, da Goldauge die Unbesiegbarkeit zu teil war. Doch Brahman war die Eitelkeit der Dämonen überdrüssig und gab Vishnu einen Hinweis, wo er den Dämon treffen kann.

Und so trat der Eber mit seinen Vorderläufen seinen Gegner Goldauge am Ansatz der Ohren. Und gleich einem gefälltem Baum, brach der Dämon tot zusammen.





In den Hauptrollen:


Die Erdgöttin


Brahma


Varuna


Varaha, Vishnu in Gestalt des Ebers


Der Chronist Nathanael


und sein Musik Begleiter Ganesha


auch mal inkognito als Jesus


 
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RE: Bei allen Göttern!

#2 von ped43z , 02.10.2015 22:57

Träume ... Wünsche ... Hoffnung ... Glaube ... Erfahrung ... Ahnung zu Wissen ...
Ich möchte die Gedanken auf Deine Worte eigentlich gar nicht versuchen in Worte zu fassen, denn vielleicht verlören sie ihren Zauber, das wäre schade.
Aber sie wirken vertraut.
Die Einen nennen es Energie, die Anderen Schwingungen, ein Dritter möge beides sehen ...

Danke Nathanael


>>> So wir zu unserem ganz persönlichen kleinen Frieden streben, so sind wir auch in der Lage den Frieden weiter zu geben. <<<
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RE: Bei allen Göttern!

#3 von Daniel , 03.10.2015 17:37

namaste

"Und tief in mir fühle ich, dass Menschen die mich wachsen lassen und die authentisch sind, mit denen ich lachen und weinen kann, als Geschenk eine Geschichte bekommen, die diesem Mensch etwas bedeutet."

Lieber Nathanael, ich bin mir sicher, du hast diesem Menschen mit dieser Geschichte eine große Freude bereitet. Sowie mir!

Unter dem Motto "Bei allen Göttern!" möchte ich gern einen kurzen Textausschnitt über einen Engel namens Michael an dich, Nathanael, richten:

"Zur selben Zeit wird der große Fürst Michael, der für die Kinder deines Volkes steht, sich aufmachen. Denn es wird eine solche trübselige Zeit sein, wie sie nicht gewesen ist, seitdem Leute gewesen sind bis auf diese Zeit. Zur selben Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen."

 
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RE: Bei allen Göttern!

#4 von Daniel , 04.10.2015 16:07

Hab ich ganz vergessen...

In der Hauptrolle meiner Geschichte:

Erzengel Michael

 
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RE: Bei allen Göttern!

#5 von Daniel , 04.10.2015 22:15

Wenn dich Nathanael der Textausschnitt, den ich an dich richtete, neugierig gemacht haben sollte, möchte ich dir gern den Zusammenhang in Form eines umfänglicheren(!) Textausschnitts ans Herz legen. Vielleicht lässt er dich ähnlich staunen wie mich, als ich ihn erstmals las. Dann würde ich mich freuen, wenn du das in Folge dessen mit mir teilen könntest. Aber wenn nicht ist es auch kein Weltuntergang! ;)

Hier also die ganze Geschichte handelnd von Engeln, einem himmlischen Kampf, Gottes Knecht Daniel, dem König des Nordens und dem König des Südens

Daniel fastet und sieht eine himmlische Erscheinung

Im dritten Jahre Kores`, des Perserkönigs, ward dem Daniel, welcher Beltsazar genannt wird, ein Wort geoffenbart; und dieses Wort ist wahr und handelt von großer Trübsal; und er verstand das Wort und bekam Einsicht in das Gesicht. In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang. Ich aß keine leckere Speise, und Fleisch und Wein kamen nicht über meine Lippen, auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen vollendet waren. Aber am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats befand ich mich am Ufer des großen Stromes Hiddekel.

Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da stand ein Mann, in Leinwand gekleidet und die Lenden mit Gold von Uphas umgürtet. Und sein Leib war wie ein Tarsisstein, und sein Angesicht strahlte wie der Blitz und seine Augen wie Feuerfackeln; seine Arme aber und seine Füße sahen aus wie poliertes Erz, und die Stimme seiner Rede war wie das Tosen einer Volksmenge. Und ich, Daniel, sah die Erscheinung allein; die Männer aber, die bei mir waren, sahen sie nicht; doch befiel sie ein so großer Schrecken, daß sie flohen und sich verbargen. Und ich blieb allein zurück und sah diese große Erscheinung. Es blieb aber keine Kraft in mir, und mein Aussehen ward sehr schlecht, und ich behielt keine Kraft. Und ich hörte die Stimme seiner Worte; als ich aber die Stimme seiner Worte hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde nieder.


Ein Engel stärkt Daniel. Der Kampf der Engelmächte

Und siehe, eine Hand rührte mich an und half mir, daß ich mich auf meine Knie und Hände stützen konnte. Und er sprach zu mir: Daniel, Mann, der du lieb und wert bist, merke auf die Worte, welche ich jetzt zu dir rede, und nimm deine Stellung ein; denn jetzt bin ich zu dir gesandt! Da er nun also zu mir redete, stand ich zitternd auf. Da sprach er zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tage an, da du dein Herz darauf richtetest, zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden, und ich bin gekommen um deiner Worte willen. Aber der Fürst des Königreichs Persien hat mir einundzwanzig Tage lang widerstanden und siehe, Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist mir zu Hilfe gekommen, so daß ich daselbst vor den Königen von Persien den Vorsprung gewann.

So bin ich nun gekommen, um dich darüber zu verständigen, was deinem Volk in spätern Tagen begegnen wird; denn das Gesicht gilt noch nicht für diese Zeit. Da er nun also zu mir redete, schlug ich meine Augen zur Erde nieder und blieb stumm. Und siehe, da rührte einer, der den Menschenkindern ähnlich sah, meine Lippen an; und ich öffnete meinen Mund, redete und sprach zu dem, der vor mir stand: Mein Herr, wegen dieser Erscheinung haben mich Wehen überfallen, und ich habe keine Kraft mehr! Und wie könnte ein Knecht dieses meines Herrn mit diesem meinem Herrn reden? Und nun ist keine Kraft mehr in mir, und der Atem ist mir ausgegangen. Da rührte mich der, welcher einem Menschen glich, nochmals an und stärkte mich. Und er sprach: Fürchte dich nicht, du liebwerter Mann! Friede sei mit dir! Sei stark und fest! Und als er so mit mir redete, wurde ich gestärkt, und ich sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestärkt! Und er sprach: Weißt du, warum ich zu dir gekommen bin? Nun will ich wieder hingehen und mit dem Perserfürsten streiten; und sobald ich ausziehe, siehe, so kommt der Griechenfürst! Doch will ich dir kundtun, was in dem Buche der Wahrheit aufgezeichnet ist; und nicht einer hält es mit mir gegen jene, als nur euer Fürst Michael.


Die Botschaft des Engels über die künftigen Geschichtsereignisse

Auch ich stand ihm im ersten Jahre Darius' des Meders bei, um ihn zu stärken und ihm zu helfen. Und nun will ich dir die Wahrheit verkündigen: Siehe, es werden noch drei Könige in Persien aufstehen, und der vierte wird größern Reichtum erwerben als alle andern, und weil er sich in seinem Reichtum stark fühlt, wird er alles gegen das griechische Reich aufbieten. Es wird aber ein tapferer König auftreten und eine große Herrschaft gründen und tun, was ihm gefällt. Aber wie sein Reich aufgekommen ist, so wird es auch in Stücke gehen und nach den vier Himmelsgegenden zerteilt werden, aber nicht unter seine Nachkommen, und nicht mit gleicher Macht, wie er sie ausgeübt hat; denn sein Reich wird zersplittert und andern zuteil, als jenen. Und der König des Südens wird erstarken; aber von seinen Fürsten wird einer noch stärker werden als er und eine Herrschaft begründen, ein großes Reich.

Und nach Jahren werden sie sich verbünden, und die Tochter des südlichen Königs wird zu dem nördlichen König kommen, um einen Ausgleich zustande zu bringen. Aber sie wird die Macht nicht behalten, und auch er wird nicht bestehen, noch seine Macht; sondern sie wird dahingegeben werden samt ihrem Gefolge und dem Kinde, das sie erzeugt, und dem, der sie eine Zeitlang erhalten hat. Es wird aber ein Sprößling aus der gleichen Wurzel, der sie entstammte, an seine Stelle treten und wird gegen das Heer zu Felde ziehen, ja, er wird in die Festung des nördlichen Königs eindringen und wird darin gewalttätig schalten; auch ihre Götter samt ihren gegossenen Bildern und köstlichen goldenen und silbernen Geräten wird er mit den Gefangenen nach Ägypten bringen; er wird auch jahrelang vor dem nördlichen Könige standhalten. Dieser wird zwar in das Reich des südlichen Königs eindringen, aber wieder in sein Land zurückkehren.

Doch werden seine Söhne den Krieg wieder beginnen und eine gewaltige Menge von Streitkräften zusammenbringen. Diese wird kommen und alles überfluten und überschwemmen und ihn wieder bis zur Festung zurücktreiben. Darob erbittert, wird der südliche König ausziehen und mit jenem, dem nördlichen Könige, streiten und wird ein großes Heer aufstellen, so daß jenes Heer ihm in die Hand gegeben wird. Und er wird sich erheben, der große Haufe wird ihn übermütig machen, so daß er Zehntausende niederwerfen wird. Und doch wird er nicht mächtig bleiben; sondern der nördliche König wird wiederum ein Heer aufstellen, größer als das frühere war, und wird nach etlichen Jahren an der Spitze einer großen und wohlgerüsteten Streitkraft wiederkommen. Auch werden zu jener Zeit viele wider den südlichen König aufstehen, auch gewalttätige Leute aus deinem Volk werden sich erheben, um die Weissagung zu erfüllen; aber sie werden fallen. Denn der nördliche König wird kommen und einen Wall aufwerfen und eine feste Stadt einnehmen. Und das südliche Heer wird nicht standhalten, auch nicht die beste Mannschaft seines Volkes; denn da wird keine Kraft zum Widerstande sein, sondern der, welcher gegen ihn gekommen ist, wird tun, was ihm beliebt, und niemand kann vor ihm bestehen; und er wird Stellung nehmen im lieblichen Lande, das wird verheert durch seine Hand.

Er wird aber sein Augenmerk darauf richten, in den Besitz seines ganzen Königreiches zu kommen, und um sich den Anschein zu geben, als meinte er es aufrichtig mit ihm, wird er ihm eine Tochter geben, um es zu verderben; aber es wird nicht zustande kommen und ihm nicht gelingen. Dann wird er sein Auge auf die Inseln richten und ihrer viele gewinnen; aber ein Feldherr wird seinem Hohnlachen ein Ende machen, er wird ihm genug geben, daß ihm das Höhnen vergeht. Darauf wird er sich den Festungen seines Landes zuwenden, wird aber straucheln und fallen, daß man ihn nicht mehr finden wird. Und an seiner Statt wird einer auftreten, der einen Erpresser durch die Zierde des Reiches ziehen läßt. Aber nach einigen Tagen wird er umgebracht werden, und zwar weder durch Zorn noch im Krieg.


Die Entweihung des Heiligtums durch den verachteten Herrscher des Nordens

An seiner Statt wird ein Verachteter aufkommen, dem die königliche Würde nicht zugedacht war; aber er wird unversehens kommen und sich der Herrschaft durch Schmeicheleien bemächtigen. Und die Streitkräfte, die wie eine Flut daherfahren, werden vor ihm weggeschwemmt und zerbrochen werden, dazu auch der Fürst des Bundes. Denn trotzdem er sich mit ihm verbündet hat, wird er Betrug verüben und stark sein mit geringem Volk. Mitten im Frieden wird er in die fruchtbarsten Gegenden eindringen und tun, was weder seine Väter noch seine Voreltern getan; Beute, Raub und Reichtum wird er unter sie verschleudern und gegen die Festungen wird er Pläne schmieden; und solches wird eine Zeitlang dauern. Dann wird seine Kraft und sein Mut gegen den südlichen König entbrennen, mit großer Heeresmacht; der südliche König aber wird sich gleichfalls mit großer und sehr zahlreicher Heeresmacht zum Kriege rüsten, aber doch nicht standhalten, weil Anschläge gegen ihn gemacht werden; die sein Brot essen, werden seinen Untergang herbeiführen; sein Heer wird sich zerstreuen, und viele Erschlagene werden fallen.

Die beiden Könige aber haben Böses im Sinn, sitzen am gleichen Tisch und reden Lügen; aber es wird nicht gelingen; denn das Ende kommt erst zur bestimmten Zeit. Und er wird mit großem Reichtum in sein Land zurückkehren, um das, was er sich gegen den heiligen Bund vorgenommen hat, auszuführen, wenn er in sein Land zurückgekehrt ist. Zur bestimmten Zeit wird er wieder gegen den Süden ziehen; aber es wird das zweite Mal nicht mehr gehen wie das erste Mal, sondern es werden ihn Kittäerschiffe angreifen, so daß er entmutigt umkehrt, um seinen Zorn an dem heiligen Bund auszulassen. Das wird er auch tun und bei seiner Rückkehr sich diejenigen merken, welche den heiligen Bund verlassen. Es werden auch von seinen Truppen zurückbleiben und das Heiligtum, die Festung, entweihen und das beständige Opfer abtun und den Greuel der Verwüstung aufstellen. Und er wird die, welche gegen den Bund freveln, durch Schmeicheleien zum Abfall verleiten; die Leute aber, die ihren Gott kennen, bleiben fest. Und die Verständigen im Volke werden viele unterweisen; sie werden aber dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plünderung unterliegen eine Zeitlang. Und im Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen; und es werden sich viele heuchlerisch an sie hängen. Auch von den Verständigen werden etliche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung, bis zur Zeit des Endes; denn es währt bis zur bestimmten Zeit.


Der vermessene König zur Zeit des Endes

Und der König wird tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben und großtun wider jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott aller Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden. Er wird sich auch nicht um die Götter seiner Väter kümmern, noch um den Lieblingsgott der Frauen, überhaupt um gar keinen Gott, sondern wider alle wird er großtun. Statt dessen wird er den Gott der Festungen verehren; diesen Gott, den seine Väter nicht kannten, wird er verehren mit Gold, Silber, Edelsteinen und Kleinodien. Er wird die starken Festungen behandeln wie den fremden Gott. Wer diesen anerkennt, dem wird er große Ehre erweisen, und er wird ihnen Gewalt geben über viele und zur Belohnung Ländereien unter sie verteilen. Zur Endzeit aber wird der südliche König mit ihm zusammenstoßen.

Da wird dann der nördliche König mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen auf ihn losstürmen und in seine Länder eindringen und sie überschwemmen und überfluten. Er wird auch in das liebliche Land kommen, und viele werden unterliegen. Diese aber werden seiner Hand entrinnen: Edom, Moab und die edelsten der Ammoniter. Er wird auch seine Hand nach den Ländern ausstrecken, und Ägyptenland wird nicht entrinnen; sondern er wird sich der Gold und Silberschätze und aller Kleinodien Ägyptens bemächtigen; auch werden Lybier und Kuschiten zu seinem Gefolge gehören. Aber Gerüchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken; daher wird er in großer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen. Und er wird sein Palastgezelt zwischen dem Meer und dem lieblichen Berg des Heiligtums aufschlagen; da wird er sein Ende finden; aber niemand wird ihm helfen.


Die große Drangsal zur Zeit des Endes und die Rettung des heiligen Volkes

Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche eingeschrieben findet. Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer und ewiglich. Du aber, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle das Buch bis auf die Zeit des Endes! Dann werden viele darin forschen, und das Verständnis wird zunehmen. Und ich, Daniel, schaute und siehe, da standen zwei andere da; einer an diesem, der andere an jenem Ufer des Flusses.

Und einer sprach zu dem Mann in leinenen Kleidern, welcher oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange werden diese unerhörten Zustände dauern? Da hörte ich den in Linnen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und schwur bei dem, der ewig lebt: «Eine Frist, zwei Fristen und eine halbe; und wenn die Zersplitterung der Macht des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen!» Das hörte ich, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das Ende sein von diesen Dingen? Er sprach: Gehe hin, Daniel! Denn diese Worte sind verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit. Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden; und die Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es merken; aber die Verständigen werden es merken. Und von der Zeit an, da das beständige Opfer beseitigt und der Greuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind 1290 Tage. Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erreicht! Du aber gehe hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und sollst dereinst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.

Ende!?


tragende Rollen:

Gott
(ohne Bildnis, überbelichtet)

ein fremder Gott


Erzengel Gabriel


Erzengel Michael


Daniel


König des Nordens


König des Südens


Das Reich des Königs des Südens


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Korrektur/Ergänzung von Peter; LG


 
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RE: Bei allen Göttern!

#6 von Nathanael , 08.10.2015 08:19

Ich möchte nur kurz anmerken, dass mir Deine Geschichte, lieber Daniel, sehr gut gefallen hat. Denn auch diese Geschichte zeigt einen universellen Charakter. Und genau dies war mein Ansinnen. Das andere Menschen ihre Sicht darstellen. Faszinieren finde ich, dass meine erste Geschichte und Deine Geschichte, trotz vieler Unterschiede, im Kern aber doch die selbe Botschaft enthält.

Sehr, sehr schön. Danke noch mal und an alle anderen, nur Mut!

Herzliche Grüße
Nathanael

 
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RE: Bei allen Göttern!

#7 von Daniel , 12.10.2015 11:06

Das ist wahr, Nathanael. Im Kern tragen sie ganz sicher die selbe Botschaft. Der Facettenreichtum der Botschaft ist groß. Sicherlich ist es auch faszinierend, die vielen kleinen (fraktalen) Botschaften zu entdecken. Und vielleicht hast du ja auch die besondere Botschaft an dich entdeckt, die in der Intention meines Beitrags verborgen ist.


Liebe Grüße
Daniel

 
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RE: Bei allen Göttern!

#8 von ped43z , 12.10.2015 14:52

Der Name Nathanael ist nach meinem Gefühl (wie sollte es auch anders sein) wohl gewählt und steht in besonderer Beziehung zum Michael.
Ihre Rollen (aus den Namen und deren Berufung) und ihre Wesen stoßen aufeinander um gleichzeitig ineinander aufzugehen. Sie spiegeln, was uns ausmacht, in ihren Widersprüchen und Gemeinsamkeiten. Der Mensch, der sich in ihnen entdeckt, ist zutiefst spirituell und als dieser in seiner Weise, schlussfolgernd einzigartig... aber das sind wir ja alle ...
... Mein Gefühl... als Beobachter.

Herzliche Grüße von Peter


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RE: Bei allen Göttern!

#9 von Nathanael , 09.11.2015 15:26

Der Name Nathanael ist auch nur eine Ego Krücke. Meinen wahren Namen kenne ich nicht.

Aber mir hat sich gerade eine andere Name zu erkennen gegeben...





Der heilige Georg. Ich kannte ihn nicht, aber ich erkenne ihn...

Georg ist einer der vierzehn Nothelfer. Er ist Helfer bei Kriegsgefahr, bei Fieber und Pest, er hilft Versuchung zu erkennen. Er sorgt oft für gutes Wetter und beschützt alle Haustiere...


 
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